Die Wovenit-Verfahrenstechnologie

Die patentierte Wovenit-Verfahrenstechnologie ermöglicht es, ein Produkt in definierter Form, Oberfläche und Design in einem Arbeitsgang ohne jeglichen Materialabfall zu fertigen – wenn erforderlich, mit allen integrierten Befestigungselementen.

Mit Hilfe von speziell ausgestatteten Textilmaschinen lassen sich unterschiedliche Materialien in den verschiedenen Farben, Strukturen, Mustern und Bindungen miteinander kombinieren. Mit der gezielten Kombination der Fadenleitelemente wird eine partiell unterschiedliche Festigkeit bzw. Elastizität an jedem Punkt des Produkts erreicht – damit eröffnet Wovenit vollkommen neue Möglichkeiten.

Die Verfahrenstechnologie basiert auf der Entwicklung volumetrischer oder räumlicher Strukturen, bei dem auf das komplexe Prinzip der dreidimensionalen Stricktechnik zurückgegriffen wird. Die Grundlagen basieren auf dem Verfahren zur Herstellung einflächiger Strumpffersen. Zunächst werden definierte Nadeln stufenweise inaktiviert, wobei die Maschen auf den inaktivierten Nadeln in Ruheposition verbleiben. In einem weiteren Schritt werden dann die Nadeln schrittweise wieder reaktiviert und die Maschen in Ruheposition mit den neuen Maschen verbunden. Die Maschen werden also gezielt vermindert und dann wieder erhöht, dadurch entsteht ein so genannter Spickel als formgebendes Element.

Dieses grundsätzliche Prinzip wurde auf eine elektronisch gesteuerte Textilmaschine umgelegt und mit der patentierten Verfahrenstechnologie zur festgelegten Einbringung von Schussfäden und/oder Kettfäden ergänzt. Die aus der Stricktechnik bekannten Maschen können mit den aus der Webtechnik bekannten Schuss- und Kettfäden beliebig kombiniert werden. Dadurch lassen sich nicht nur verschiedene Festigkeiten und Elastizitäten definieren, sondern es können auch unterschiedliche Webstrickbindungen reproduziert werden. Hierdurch entsteht in einem Arbeitsgang eine komplexe dreidimensionale Struktur mit unterschiedlichen Oberflächen ohne jeglichen Zuschnitt und Aufwand für Konfektion, und das eingesetzte Material wird ohne weitere Verluste vollständig ins Endprodukt eingebracht.